Einweihung der Global Mercy

Neue Hoffnung für Menschen in Afrika, die keinen Zugang zu chirurgischer Versorgung haben

Der 27. Mai 2022 wird ein Meilenstein in der Geschichte von Mercy Ships bleiben. Fast sieben Jahre nach der Kiellegung – also der „Grundsteinlegung“ für den Bau eines neuen Schiffes – hat die Global Mercy zum ersten Mal einen afrikanischen Hafen angelaufen und sich für einige Wochen zur Africa Mercy gesellt. Zwei Schiffe von Mercy Ships Seite an Seite! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Ein durchschnittenes Band, Reden, Musik und bunte Farben – die Global Mercy wurde gebührend gefeiert. Der Halt in Dakar war die Gelegenheit, das neue Flaggschiff unserer Flotte einzuweihen, und zwar nicht die Fackel, aber die Flamme an die Besatzung der Global Mercy weiterzugeben. Denn das neue Schiff soll die Africa Mercy nicht ersetzen, sondern uns helfen, in Afrika doppelt präsent zu sein.

Vier Wochen lang arbeiteten die Mitarbeiter der beiden Schiffe Seite an Seite. Auf der Africa Mercy, die bereits im Februar eintraf, wurden weiter chirurgische Eingriffe ausgeführt, während die Global Mercy den Bereich einweihte, der für Weiterbildungen vorgesehen ist, und in acht Kursen 302 Fachkräfte aus dem senegalesischen Gesundheitswesen an Bord begrüsste. Insgesamt ergibt das über 4‘500 Unterrichtsstunden.

Tatsächlich wurde das Schiff so geplant, dass es für die Gesundheitsfachkräfte der besuchten Länder als „schwimmende medizinische Fakultät“ dienen kann mit Schulungsräumen und einem für die chirurgische Simulation angepassten OP – mit Attrappen selbstverständlich. Der Bedarf an praktischer Schulung ist enorm, wie Frau Doktor Agbessi erklärt, eine unserer Ausbildnerinnen und die einzige Ärztin für plastische Chirurgie in Benin: „Meistens gehen wir hier in Afrika direkt zum Patienten. Wir haben praktisch keine Möglichkeit, an Attrappen zu üben.“

Im Moment liegt die Global Mercy wieder in Granadilla, wo unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter weiter daran sind, das Spital einzurichten, damit es Anfang 2023 bereit ist für den ersten chirurgischen Einsatz. Der Beginn eines Dienstes an den Ärmsten der Armen für hoffentlich weitere 50 Jahre!

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Abel Demiéville ist der Gründer und Geschäftsführer der AB Box SA, einer Gesellschaft für Self-Storage, die es seit 2005 gibt. Er ist Vorstandsmitglied eines Vereins, der seit mehr als 20 Jahren humanitäre Projekte in Nordindien durchführt. Und er wurde als einer der ersten Mitglied des Mercy Ships Network, des Netzwerks von Impact-Unternehmer*innen unserer Organisation.

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René Progin
René Progin
René Progin ist Kommunikations- und Medienverantwortlicher von Mercy Ships Schweiz.

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