Zu viele Menschen haben keinen Zugang zur Chirurgie
Fünf Milliarden Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu lebenswichtiger chirurgischer Versorgung.
Ein Grossteil der Weltbevölkerung lebt entweder nicht in der Nähe eines Spitals oder verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um sich behandeln zu lassen. Darüber hinaus mangelt es in den Spitälern und Gesundheitszentren der ärmsten Länder häufig an der notwendigen Ausrüstung und dem Fachwissen, um lebensrettende Eingriffe durchzuführen. Für viele kann eine harmlose Verletzung ohne angemessene Behandlung zu einer tödlichen Erkrankung werden.
Seit 1978 arbeitet Mercy Ships mit Regierungen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen, um dieser Herausforderung zu begegnen.
0
MilliardenMenschen haben keinen ausreichenden Zugang zu lebenswichtiger chirurgischer Versorgung
0
MilliardenUnbehandelte chirurgische Erkrankungen in Subsahara-Afrika pro Jahr
0
%Kinder benötigen vor ihrem 15. Lebensjahr chirurgische Versorgung
Die chirurgische Krise: alarmierende Befunde
Im Bereich der Chirurgie haben zwei Drittel der Weltbevölkerung keinen ausreichenden Zugang zu Operationen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet.
In West- und Subsahara-Afrika fehlen 93 % der Bevölkerung die chirurgischen Versorgungsmöglichkeiten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es dort durchschnittlich nur zwei Ärzte pro 10’000 Einwohner, verglichen mit 32 in Europa. Die Lebenserwartung liegt bei 52 Jahren, während sie in Europa bei 74 Jahren liegt.
Über das menschliche Leid hinaus zeigt die Studie der „Lancet Commission on Global Surgery“ auch erhebliche wirtschaftliche Folgen unbehandelter chirurgischer Probleme auf. Ohne dringende Verbesserungen der Gesundheitssysteme bis 2030 werden Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen Verluste von 12,3 Milliarden US-Dollar erleiden. Dies wird das jährliche BIP-Wachstum dieser Länder um 2 % verringern.
Regierungen haben daher ein starkes Interesse daran, nachhaltige Lösungen zur Verbesserung ihrer Gesundheitssysteme zu finden. Die Studienautoren empfehlen in diesem Zusammenhang eine enge Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen. Ziel ist es, nicht nur die unmittelbaren chirurgischen Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, sondern auch die Länder unabhängig zu machen und die Gesundheitsfachkräfte adäquat auszubilden.
Unser Einsatz
Dank unserer Spitalschiffe leisten Gesundheitsfachkräfte spezialisierte chirurgische Versorgung für die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen. Ausserdem unterstützen wir die nachhaltige Entwicklung durch medizinische Ausbildungsprogramme und die Renovierung von Gesundheitseinrichtungen.
Mercy Ships kommt immer auf Einladung der Regierung in ein Land: Vor der Ankunft des Schiffes arbeiten wir eng mit dem lokalen Gesundheitsministerium zusammen, um den Bedarf zu ermitteln und festzulegen, wie wir das Gesundheitssystem stärken können.
Unser Ziel ist es, dass die Länder, denen wir dienen, eines Tages keine Unterstützung mehr von uns benötigen.

