Chirurgische und medizinische Programme in Afrika

Mercy Ships bringt mit Spitalschiffe jährlich über 4’000 Operationen und 13’000 Zahnbehandlungen zu Menschen in Entwicklungsländern, die sonst keinen Zugang zu chirurgischer und zahnmedizinischer Versorgung haben.

Unsere Expertise: Chirurgie in Westafrika

Seit 1990 konzentriert sich Mercy Ships mit dem Grossteil seiner humanitären Hilfe auf den afrikanischen Kontinent. Mit den weltweit grössten zivilen Spitalschiffen, der Africa Mercy und der Global Mercy, arbeitet Mercy Ships eng mit den Gastgeberländern zusammen, um deren Gesundheitssysteme zu verbessern.

Geringe Spitaldichte, mangelhafte Ausstattung, wenig Spezialisten und hohe Kosten: Für viele Menschen in Subsahara-Afrika ist es fast unmöglich, sich operativ behandeln zu lassen. Doch unbehandelt können Erkrankungen, Verletzungen oder Fehlbildungen zu einem frühzeitigen Tod oder lebenslangen Behinderungen führen. Schätzungsweise 18 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Erkrankungen, die mithilfe einer Operation heilbar gewesen wären. Die mangelhafte medizinische Versorgung fordert so mehr Todesopfer als Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids zusammen.

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Umfassende Hilfe, über chirurgische Eingriffe hinaus

Mercy Ships bietet seinen Patienten weit mehr als nur chirurgische Behandlungen. Zahnärztliche Teams, Teams zur Behandlung von Klumpfüssen nach der Ponseti-Methode, afrikanische Seelsorger sowie ein Palliativteam ermöglichen es uns, ganzheitliche und umfassende Hilfe zu leisten.

Nach den Operationen an Bord unseres Spitalschiffes werden unsere Patientinnen und Patienten, sofern nötig, physiotherapeutisch weiterbehandelt, um die vollständige Funktionsfähigkeit erstmals oder erneut herzustellen. Für die Zeit des Rehabilitationsprozesses sind die Patientinnen und Patienten mit Angehörigen in unserem sogenannten HOPE-Center untergebracht, die Physiotherapie findet aus Platzgründen in einem unserer Zelte am Hafen statt.

Das HOPE-Center

Patienten in Hafennähe können leicht zum Schiff kommen, doch andere, die weiter entfernt leben, haben oft grosse Hindernisse zu überwinden. Sie müssen zum Beispiel die Kosten für Reise und Unterbringung zahlen können, was manche Kranke daran hindert, die notwendige Hilfe zu erfahren. Um den Patienten trotz der bestehenden Erschwernisse die Behandlung zu ermöglichen, richtet Mercy Ships an einem gut erreichbaren Ort in Schiffsnähe sogenannte lokale Klinikerweiterungen ein, die HOPE-Center. Ein Teil der Patienten kann hier unterkommen und erspart sich so eine mehrmalige An- und Abreise. Nebenbei verringert es Reisekosten und Reisestress nach einer Operation.

Vor dem OP-Termin treffen die Patienten dort ein und erfahren die ersten Versorgungen, daneben eine nährstoffreiche Mahlzeit, die sie für die bevorstehende Operation stärken soll. Für Patienten nach einer Operation bietet ein Hope-Center eine geschützte und saubere Umgebung für eine zügige Erholung. In der Erholungsphase ist nicht immer die ständige Betreuung einer Krankenstation erforderlich, so dass die Nachsorge durchaus auch in einem Hope-Center gewährleistet werden kann.

Dadurch wird zusätzlich auch der kostbare Bettenplatz auf dem Schiff eingespart. Vorher mussten die Patienten oft zur Nachsorge an Bord bleiben, weil sie die Reisewege nicht hätten machen können. Dank der Hope-Center können wir schliesslich unsere Kapazitäten besser und effektiver ausschöpfen.

Direkte medizinische Versorgung

Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

Im Bereich korrigierende und wiederherstellende Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie beheben unsere Chirurgen Missbildungen, die durch körperliche Ursachen wie Tumore, Lippen,- Kiefer-, Gaumenspalten und Wundbrand (Noma) verursacht werden.

Allgemeinchirurgie

Ziel dieser Fachrichtung ist es, die Auswirkungen unbehandelter physischer Traumata, Krankheiten und angeborener körperlicher Missbildungen zu verringern. Unsere Chirurgen führen allgemeine chirurgische Operationen durch, beispielsweise Behandlung von Leistenbrüchen und Kropferkrankungen.

Ophthalmologie

Unsere Augenärzte führen bei Grauem Star Operationen durch und geben damit Blinden ihr Augenlicht wieder. Korrigiert werden auch Krankheitsbilder wie Pterygium (Gewebewucherungen der Bindehaut), Augenfehlstellungen (Schielen) und Missbildungen des Augenlides. Schmerzende, entstellende oder erblindete Augen werden nötigenfalls durch Prothesen ersetzt.

Plastische wiederherstellende Chirurgie

Geburtsfehler, Verbrennungen und Erkrankungen hinterlassen oft Missbildungen, die wir durch chirurgische Eingriffe korrigieren. Dazu gehören Kontrakturen aus Brandvernarbungen, gutartige Tumore, chronische Geschwüre, zusammengewachsene Finger und andere Krankheitsbilde.

Mund- und Zahngesundheit

Mercy Ships verfügt über eine mobile Zahnklinik, in denen entzündete oder von Karies geschädigte Zähne kostenlos mit Zahnfüllungen und Zahnextraktionen behandelt werden.

Gynäkologische Chirurgie

Mercy Ships leistet medizinische Versorgung für Frauen, die während eines Geburtsvorgangs Verletzungen im Genitalbereich erlitten haben. Wir wenden eine hochspezialisierte Operationsmethode an und begleiten den Genesungsprozess.

Palliativpflege

Das Ziel der Palliativpflege ist es, die Lebensqualität von Betroffenen und deren Familien, die mit den Herausforderungen einer tödlich verlaufenden Krankheit konfrontiert sind, zu verbessern.

Orthopädisches Programm

Mercy Ships schult einheimische Ärzte in der Anwendung der Ponseti-Methode, einer allgemeinen Behandlungsmethode für die nicht-invasive Korrektur von Klumpfüssen. Darüber hinaus führen wir operative Massnahmen bei Patienten mit Problemen am Muskelskelett sowie bei orthopädischen Traumata oder Gelenkerkrankungen durch.

Veränderte Leben: Die Geschichten unserer Patienten

Abubakarrs Geschichte

Schon bei seinen ersten Schritten war klar, dass Abubakarr niemals normale Schuhe tragen können würde. Bewegungen, die für die meisten Kinder selbstverständlich sind wie Rennen oder Springen, waren für den sechsjährigen Jungen aus Sierra Leone unerreichbar. Abubakarr wurde mit einem zusätzlichen Zeh an jedem Fuss geboren.

Marie Jeanne und Germaines Geschichte

Entdecken Sie die Geschichte von Marie Jeanne und ihrer Tochter Germaine, die beide am Grauen Star litten und an Bord der Africa Mercy ihr Augenlicht zurückerlangt haben.

Teras Geschichte

Teras Kindheit wurde durch einen tragischen Haushaltsunfall geprägt. Dank einer Operation hat Tera nicht nur seine Beweglichkeit, sondern auch seinen Platz in der Gemeinschaft wiedergefunden.

Harimalalas Geschichte

Mit 12 Jahren verändert sich Harimalalas Leben plötzlich. Was zunächst wie ein harmloser Halsschmerz erschien, entpuppt sich als weitaus ernster: Ein Kropf beginnt an ihrem Hals zu wachsen. Dank einer Operation kann sie von dieser bedrohlichen Masse befreit werden, die ihr Leben gefährdete.

Geschichte von Marie Elisa

Nach einer unerwarteten Begegnung mit unserem medizinischen Team in ihrem Dorf erhielt Marie Elisa an Bord der Africa Mercy eine kostenlose Kieferoperation. Eine inspirierende Geschichte, die vom Mut und der Widerstandskraft unserer Patientinnen und Patienten erzählt.

Geschichte von Fudia

Drei Monate nachdem die Verbände entfernt wurden, kann Fudia ohne Schwierigkeiten laufen und bereitet sich darauf vor, nach Hause zurückzukehren.

„Im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Liberia möchte ich allen ehrenamtlichen Mitarbeiter aus der ganzen Welt herzlich danken. Durch ihren unermüdlichen Einsatz haben sie unzähligen Armen und Bedürftigen in Liberia Hilfe und Trost geleistet. Ihre Arbeit zeigt nicht nur Mitgefühl und Hilfe, sondern steht für eine Welt, die zu einem globalen Dorf ohne ethnische und soziale Grenzen wird. Das Volk von Liberia ist voller Dankbarkeit.“

Ihre Spende schenkt unseren Patienten neues Leben.

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