Mercy Ships und die MSC Foundation

MSC Foundation, MSC Group und Mercy Ships International beschliessen Zusammenarbeit für den Bau eines neuen Spitalschiffs

Ein neues Kapitel

Das neue Spitalschiff wird den Bedürfnissen und Erfahrungen von Mercy Ships entsprechend gebaut. Es verstärkt nach Inbetriebnahme die Wirkung der lebensverändernden chirurgischen Operationen, der Anästhesieversorgung und der Aus- und Fortbildungsprogramme von Mercy Ships für die nächsten Generationen von Patienten und medizinischem Fachpersonal in Subsahara-Afrika.

Eine wegweisende Vereinbarung zwischen der MSC Group, der MSC Foundation und der Hilfsorganisation Mercy Ships International sieht die Planung zum Bau eines neuen Spitalschiffs vor, das jährlich Tausenden von Menschen in Afrika kostenlose Operationen und Schulungen von lokalen Fachpersonen ermöglichen wird.

Am 8. April unterzeichneten Kapitän Gianluigi Aponte, Vorsitzender der MSC Group und der MSC Foundation, Diego Aponte, Präsident der MSC Group und Vorstandmitglied der MSC Foundation, sowie Don Stephens, Gründer von Mercy Ships, eine Vereinbarung, die den Start für das neue Projekt markiert und eine signifikante Spende der MSC Foundation für das Projekt beinhaltet.

„Ich habe einen Teil meiner Kindheit und frühen Jahre in der Schifffahrtsindustrie am Horn von Afrika verbracht, eine Region, die mir sehr am Herzen liegt. Ich habe die Herausforderungen, mit denen die Menschen da vor Ort konfrontiert sind, mit eigenen Augen gesehen. Das hat mich zur Überzeugung gebracht, dass die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für sie eine direkte und dauerhafte Wirkung haben würde. Es ist äusserst ermutigend, mit Don Stephens zusammenzuarbeiten und diese wichtige Unterstützung durch seine einzigartige Organisation, Mercy Ships, zu leisten. Unsere Partnerschaft hat bereits ausserordentliche Ergebnisse hervorgebracht, und nun stehen wir kurz davor, die Flotte zu erweitern, um diese Unterstützung noch weiter zu verstärken. Ich freue mich sehr darauf, dass dieses neue Schiff in See sticht, um noch mehr Menschen in Afrika zu helfen“, sagte Kapitän Aponte, Gründer der MSC Group.

Seit der Gründung von Mercy Ships im Jahr 1978 hat die Organisation mehr als 117’000 spezialisierte chirurgische Eingriffe durchgeführt. Zu diesen Eingriffen gehören Mund-, Kiefer-, Gesichtsrekonstruktionen, die Beseitigung von Kontrakturen bei schweren Verbrennungen, die Korrektur von orthopädischen Problemen bei Kindern, die Behandlung von Lippen- und Gaumenspalten, sowie augenärztliche und zahnärztliche Behandlungen. Mercy Ships setzt sich als Nichtregierungsorganisation zudem dafür ein, die Kapazitäten der lokalen Gesundheitssysteme in Afrika durch nachhaltig konzipierte chirurgische Bildungs- und Schulungsprogramme sowie Partnerschaften mit Behörden und lokalen Organisationen zu stärken. Mercy Ships hat seit Beginn mehr als 54.300 einheimische Fachkräfte in ihren Fachgebieten weitergebildet.

Die Erweiterung der Flotte um ein neues, speziell für diesen Zweck gebautes Spitalschiff, das nach ähnlichen Spezifikationen wie die Global Mercy™ konstruiert werden soll, wird Mercy Ships ermöglichen, die Zusammenarbeit mit den Gastländern insbesondere auch in den Bereichen Schulungen und Partnerschaften zu verbessern.

Die Notwendigkeit, den Zugang zur chirurgischen Versorgung und Ausbildung in den Subsahara-Ländern zu verbessern, ist nach wie vor offensichtlich. In seiner Begrüssungsrede auf der jüngsten Konferenz des West African College of Surgeons (WACS) in Freetown erklärte der Vizepräsident von Sierra Leone, Mohamed Juldeh Jalloh, dass das Land immer noch mit einem ungedeckten Bedarf an chirurgischer Versorgung von 91 % zu kämpfen hat. Er hob die bereits erzielten Fortschritte hervor und rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um die Defizite in der Chirurgie zu beheben.

Don Stephens, der Gründer von Mercy Ships, bekräftigt die Vision der Organisation, afrikanischen Ländern mit sicherer chirurgischer Versorgung und Ausbildung zu dienen. „Zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt unterstützen unsere Aktivitäten und unsere Flotte von Spitalschiffen. Dank unseres neuen speziell für diesen Zweck gebauten Schiffs wird ihr Engagement noch wertvoller. Die Mission von Mercy Ships, Hoffnung und Heilung zu bringen, ist nur durch die Grosszügigkeit unserer Partner, unserer ehrenamtlichen Crew und durch Gottes Vorsehung möglich. Ich bin MSC für ihre Unterstützung sehr dankbar.“

Eine langfristige Partnerschaft

Der Betrieb von Spitalschiffen erfordert den Transport grosser Mengen an lebenswichtigen Gütern über Ozeane und Meere, um die chirurgischen Eingriffe und Schulungsaktivitäten kontinuierlich sicherzustellten. MSC und Mercy Ships sind seit 2011 Partner, wobei die MSC Group die logistische Unterstützung und die Containerlieferung von Hilfsgütern an alle Einsatzhäfen gewährleistet. Die Unterstützung mit Infrastruktur und logistischem Fachwissen durch die MSC-Teams in Afrika reichen von der lokalen MSC-Schifffahrtsagentur und den MSC- und TiL-Terminals für den Frachtumschlag bis hin zu den Logistik-, Lager- und Binnentransportdiensten von MSC und MEDLOG.

Darüber hinaus hat MSC in Vorbereitung auf den Bau des neuen Schiffs umfangreiche technische Beratung geleistet und gemeinsam mit Mercy Ships ein Design entwickelt, das die Effizienz mit Blick auf die Bedürfnisse der Organisation verbessert.

Das neue Schiff wird über Wohnbereiche für etwa 600 Crewmitglieder und Gäste an Bord verfügen. Das Krankenhaus wird sich über zwei Decks und 7’000 Quadratmeter erstrecken und über sechs Operationssäle, ein voll ausgestattetes Labor und hochmoderne Schulungsräume, wie beispielsweise ein Simulationslabor, verfügen. Dies ermöglicht es Mercy Ships, während eines 10-monatigen Hilfseinsatzes im Hafen die lokalen chirurgischen Systeme zu stärken.

Führende Persönlichkeiten auf beiden Seiten freuen sich über die Zusammenarbeit

Gert van de Weerdhof, CEO von Mercy Ships International, sagt: „Dieses neue Spitalschiff bringt modernste Ausrüstung und Einrichtungen mit, um die Länder, denen wir dienen, zu unterstützen. Dieses neue Schiff und seine künftige Crew werden es uns ermöglichen, den Bedarf an chirurgischen Eingriffen zu decken und gleichzeitig die Gastländer bei der Weiterentwicklung ihrer Gesundheitssysteme mit der nächsten Generation medizinischer Fachkräfte zu unterstützen.“

Diego Aponte, Präsident der MSC Group und Vorstandsmitglied der MSC Foundation, sagt: „Ich habe mich schon immer für Afrika begeistert und war beeindruckt von Don’s aussergewöhnlicher und ehrenwerter Initiative, als sie zum ersten Mal vorgestellt wurde. Mercy Ships bietet Tausenden von Familien in der Region greifbare und konkrete Unterstützung. Da die MSC Group dort stark vertreten ist, ist es unsere Pflicht, den Menschen vor Ort etwas zurückzugeben. Dieses Schiff ist ein weiterer Meilenstein in unserer Vision, den afrikanischen Kontinent auf dem Weg in eine wohlhabende und nachhaltige Zukunft zu unterstützen. „Als weltgrösste Schifffahrtsgesellschaft passt die MSC Group mit ihrer globalen Reichweite und ihrem unvergleichlichen Know-how in der Seefahrt und Logistik hervorragend zu den hohen Zielen von Mercy Ships und verstärkt die Kraft des Engagements über Grenzen hinweg. Zu Beginn dieser Partnerschaft vor über 12 Jahren waren wir uns darüber im Klaren, dass wir in einer einzigartigen Position sind, um Mercy Ships den Rücken freizuhalten, damit sich die Organisation auf ihre humanitäre Arbeit in Afrika südlich der Sahara konzentrieren kann.“

Daniela Picco, Geschäftsführerin der MSC-Stiftung, sagt: „Wir sind sehr stolz auf unsere Unterstützung von Mercy Ships in Form von Zuschüssen und Sachspenden sowie auf die positive Wirkung, die Mercy Ships’ kostenlose Dienstleistungen und Schulungen seit 2011 auf 18’000 medizinische Fachkräfte und Führungskräfte sowie 30’300 Patienten aller Altersgruppen durch 33’200 Operationen hatten. Als die Gespräche mit dem Gründer von Mercy Ships, Don Stephens, über den gemeinsamen Bau eines neuen Schiffs begannen, habe ich mich sehr gefreut, dieses wegweisende Engagement zu ermöglichen und damit Mercy Ships über die nächsten Jahrzehnte zu begleiten.“

 

Das neue Schiff wird in einer Werft in China gebaut werden. Genauer gesagt haben wir eine Partnerschaft mit der chinesischen Schiffbaugruppe „Guangzhou Shipyard Intl.“ etabliert.

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René Progin
René Progin ist Kommunikations- und Medienverantwortlicher von Mercy Ships Schweiz.

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