Warum Spender*in einer Organisation in der Schweiz werden?

Viele Organisationen helfen mit dem Einsatz Freiwilliger und der Unterstützung durch Spender*innen bedürftigen Menschen. Das Spenden war bereits Thema mehrerer Blog-Artikel. Vielleicht erinnern Sie sich an den Beitrag zum Spendenmarkt in der Schweiz oder die Anleitung Einem Schweizer Verein spenden.

Heute geht es um ein Thema, das eng damit zusammenhängt: Spender*in werden. Denn für Spenden braucht es selbstverständlich Spender*innen. Aber welche Gründe sprechen dafür, Spender*in zu werden? Das überlegen wir hier gemeinsam …

Spenden aus Altruismus

Das ist ein offensichtlicher Grund. Einer der Hauptgründe, weshalb Menschen spenden, ist der Wunsch, die Welt durch Hilfe für andere zu einem besseren Ort zu machen. Für welche Organisation sich ein*e Spender*in entscheidet, ist sehr oft durch die eigene Biografie und die persönlichen Neigungen motiviert. Manchen Menschen liegt das Schicksal von Kindern am Herzen, anderen das Leben von Flüchtlingen. Wieder andere möchten etwas gegen die Armut tun.   

 

Vor Kurzem haben wir mit Philippe über seine Motivation gesprochen. Er ist Vater von drei Kindern und lebt in der Region Broye. Philippe spendet seit mehreren Jahren an Mercy Ships. Im Gespräch mit ihm haben wir erfahren, dass er in einem familiären Umfeld aufgewachsen ist, in dem Grosszügigkeit grossgeschrieben wurde.

 

In diesem Video erzählt er von dem Akt der Grosszügigkeit, der ihn am stärksten geprägt hat: Seine Eltern adoptierten ein blindes Mädchen aus Indien. Er vermittelt bewegt seine Freude, als er darüber spricht, wie das Mädchen nach einer Operation des grauer Stars wieder sehen konnte.          

Spenden in einer ungewissen Welt

Es ist eine unübersehbare Realität: Die Welt ist ungewiss und erlebt Krisen, die sich nicht länger abwechseln, sondern «miteinander verflochten sind und die Menschheit mit einer beispiellosen Zahl von Herausforderungen konfrontieren», wie Raymond Loretan in der fünften Ausgabe des Philantropy Network Magazine der Agefi vom November 2022 sagt.  

 

Diese Krisen bringen ein hohes Sensibilisierungspotenzial mit sich. Sie sind in vielen Fällen der Grund für mehr Spenden, in erster Linie an Organisationen, die akut betroffene Menschen und Gruppen unterstützen. So gibt die Stiftung Glückskette beispielsweise an, nach der russischen Invasion im Februar 2022 über 127 Millionen Franken für die Ukraine erhalten zu haben.  

 

Die Schweiz ist ein Land der Spender*innen. Das Spendenvolumen ist bei uns traditionell hoch: Seit 2020 liegt es der unabhängigen Stiftung Zewo zufolge, die seit bald 20 Jahren die Jahresspendenstatistiken veröffentlicht, bei über 2 Milliarden Franken pro Jahr.

Spenden macht glücklich

Sind Sie überrascht? Im Gespräch mit Spender*innen wird schnell klar, dass der einfache Umstand des Spendens und ihrer Geste der Grosszügigkeit sie glücklich macht.

 

Das sagen nicht nur wir. Pasqualina Perrig-Chiello, Professorin für Psychologie an der Universität Bern, erklärt in einer Ausgabe zum Thema Solidarität (Le Matin Dimanche, 20. November 2022), dass sich Spenden gut anfühlt.

 

Eine Studie aus dem Jahr 2021, für die Spender*innen befragt wurden, ergab, dass «viele Menschen sowohl spenden, weil sie sich ihrer eigenen Situation bewusst und dankbar dafür sind, als auch aus Solidarität mit anderen, denen es nicht so gut geht wie uns, denn wir selbst haben unsere eigenen Probleme bewältigen können. » 

Werden auch Sie Spender*in?

Anderen helfen, zum Gemeinwohl beitragen, die Welt zu einem besseren Ort machen, altruistisch sein: Es gibt viele Gründe, um Spender*in zu werden. Wir hätten auch noch über die steuerlichen Vorteile des Spendens oder das Gemeinschaftsgefühl unter den Spender*innen einer Organisation berichten können.  

 

Wie wäre es, wenn auch Sie heute Spender*in werden? Keine Sorge: Sie müssen keine langfristige Verpflichtung eingehen oder vermögend sein, um zu spenden. Jede Geste zählt. Jede Spende bewirkt etwas für bedürftige Menschen.

 

Wie Philippe sagt, den wir bereits erwähnt haben: «Wer Hilfe braucht, ist froh, wenn jemand hilft. Wir selbst können dieser Jemand sein.»  

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Abel Demiéville

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Abel Demiéville ist der Gründer und Geschäftsführer der AB Box SA, einer Gesellschaft für Self-Storage, die es seit 2005 gibt. Er ist Vorstandsmitglied eines Vereins, der seit mehr als 20 Jahren humanitäre Projekte in Nordindien durchführt. Und er wurde als einer der ersten Mitglied des Mercy Ships Network, des Netzwerks von Impact-Unternehmer*innen unserer Organisation.

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Corinne Kemp
Corinne Kemp
Corinne Kemp is Digital and Web Project Manager for Mercy Ships.

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