Dr. med. dent. Robert

Ich habe in der Zahnklinik einheimische Patienten mit Zahnproblemen gratis behandelt. Ich habe vor allem Extraktionen (90%) und Füllungen (10%) gemacht.

Die Klinik ist sehr gut ausgerüstet. Man könnte fast alle Behandlungen durchführen. Trotzdem ist das Behandlungsspektrum stark eingeschränkt. Es beschränkt sich auf Extraktionen und einfache Füllungen. Es gibt mehr Patienten, die Hilfe suchen, als wir in der Klinik behandeln können. Darum wollen wir nicht einzelnen Patienten eine maximale Behandlung zukommen lassen, sondern möglichst vielen Patienten die Behebung ihres dringendsten Problems.

Ein Herr von 53 Jahren kam zu mir mit komplexen Problemen, wofür er bisher niemanden gefunden hatte, der ihm helfen konnte. Ich konnte zwei Probleme beheben. Für die anderen konnte ich ihn an einen Zahnarzt in der Stadt überweisen, der die notwendigen Möglichkeiten hat. Allerdings nicht gratis, aber günstig, arbeitet er doch in einer Klinik, die von “Secours Dentaire International”, einer Schweizer Organisation, eingerichtet und betreut wird. Der Mann hat mir überglücklich gedankt und mir gesagt, er habe in einer nächtlichen Vision gesehen, dass er sich an Mercy Ships wenden müsse, um Hilfe zu finden.

Arbeiten mit Mercy Ships ist ein unglaubliches Erlebniss: stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem Team von 400 voll motivierten Mitarbeitern. Das ergibt eine unglaubliche Dynamik und ein seltenes Gefühl der Befriedigung, wie sie anderswo kaum zu finden sind. 500 Menschen aus 40 Nationen arbeiten jedes Jahr freiwillig auf dem Mercy Schiff und die allermeisten sind nicht zum ersten Mal dort. Das sagt sehr viel.

Wir sind hier privilegiert. Es geht uns gut. Ich finde, es ist unsere menschliche Pflicht, anderen zu helfen, die nicht so privilegiert sind. Wir können nicht das Elend aus der Welt schaffen, aber wir können ein bisschen bewirken, dass diese Welt für einige Menschen ein bisschen besser wird. Gerne trage ich meinen Teil dazu bei, lieber noch als mit Geldspenden mit meinen Fähigkeiten und meinen eigenen Händen.

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Janina Tobler
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