„Der Auftrag von Mercy Ships ist notwendig und wertvoll“

Thomas Rudin engagiert sich im Vorstand von Mercy Ships Schweiz

Er leitet das Bethesda Spital in Basel seit mehr als 10 Jahren. Thomas Rudin engagiert sich seit Juni 2020 auch als Mitglied des Vorstands von Mercy Ships Schweiz.

Herr Rudin, Sie haben sich entschieden, sich als Vorstandsmitglied bei Mercy Ships zu engagieren. Welche Motive haben zu diesem Entscheid geführt?

Mercy Ships ist ein Werk mit einer interessanten Geschichte. Verschiedene Gesundheitsfachleute erbringen spezialisierte medizinische Behandlungen für die benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Afrika. Und daneben wird mit spezifischen Schulungen und gezielten Renovations- und Infrastrukturprojekten das Gesundheitssystem in den besuchten Ländern nachhaltig gefördert und weiterentwickelt, und somit die generelle Gesundheitsversorgung in den verschiedenen Ländern langfristig gestärkt.

Die grosse und wertvolle Arbeit von Mercy Ships beeindruckt mich sehr, aber auch, dass dieser Einsatz in der Kraft des christlichen Glaubens begründet ist. Den Auftrag Menschen in den Entwicklungsländern mit Spitalschiffen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen, ist aus meiner Sicht notwendig und wertvoll.

Daher möchte ich mich mit meinen verschiedenen beruflichen Erfahrungen im Gesundheitswesen, insbesondere in verschiedenen Spitälern bei Mercy Ships einbringen.

Wie nehmen Sie das Hilfswerk heute wahr?

Mercy Ships tritt sehr professionell und ansprechend auf. Das Wirkungsfeld ist sehr gut nachvollziehbar und kann so auch gute Unterstützung finden.

Die Bekanntheit des Hilfswerkes ist in der Deutschschweiz noch wenig ausgeprägt und kann noch ausgebaut werden.

Gerne möchte ich das ganze Hilfswerk mit der Arbeit in der Schweiz und auch vor Ort noch besser kennen und verstehen lernen.

Sie leiten in Basel das Bethesda Spital. Was sind dabei Ihre grössten Herausforderungen?

Das Gesundheitswesen in der Schweiz ist sehr gut ausgebaut und in aller Munde. Insbesondere auch in der aktuellen Zeit mit der Bewältigung der Corona – Krise sind die verschiedenen Institutionen sehr gefordert.

Die Hauptherausforderungen in der Schweiz sind der ständige Kostendruck, die knappen Fachkräfte und die damit verbundene Attraktivität der Gesundheitsberufe und der ständige Wettbewerb im Markt. Auch die Entwicklung von neuen Zusammenarbeitsformen unter den verschiedenen Leistungserbringer und die Digitalisierung sind wichtige Themen, die bearbeitet werden müssen.

Über all dem sollten wir nicht vergessen, dass der Mensch mit seiner Not, Bedürftigkeit im Mittelpunkt bei unserer täglichen Arbeit stehen soll

Thomas Rudin, könnten Sie sich vorstellen, ein Spital zu leiten, das nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus der ganzen Welt operiert?

Ja, das würde ich eine sehr spannende Ausgabe finden. Dazu braucht es eine gemeinsame Vision und eine hohe Überzeugung aller Beteiligten für die gemeinsame Aufgabe. Damit würden die unterschiedlichen Kulturen und Vorstellungen von der Umsetzung in den Hintergrund rücken.

Weitere Stichworte sind da auch: Rücksichtnahme, gemeinsame Grundlage für den Dienst, Begeisterung für die Aufgabe wecken.

Dem Dialog und der Kommunikation mit den Mitarbeitenden muss ein hoher Stellenwert eingeräumt werden, ebenso das Miteinbeziehen der verschieden Mitarbeitenden.

Die Konsensfindung ist ein wichtiger Faktor! Die Grenzen sind dann aber bei der medizinischen Versorgung, da gelten die Standards und die müssen eingehalten werden.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Mercy Ships oder entdecken Sie unser Vorstand.

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René Progin
René Progin
René Progin ist Kommunikations- und Medienverantwortlicher von Mercy Ships Schweiz.

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