Die Geschichte von Charity

Im Jahr 2019 endete Charitys 20-jähriger Albtraum. Dank der Begegnung mit Sylvester, einem jungen Ghanaer, der unermüdlich nach Hilfe für sie suchte, und dank der medizinischen Behandlung an Bord der Africa Mercy gehört die Bedrohung, die über ihrem Leben geschwebt hatte, seither der Vergangenheit an. Im April hatte ein Team von Mercy Ships, begleitet von Sylvester, die Freude, Charity sieben Jahre nach ihrer lebensrettenden Operation in Ghana wiederzutreffen.

20 Jahre Albtraum

Charitys Geschichte hätte tragisch enden können. Über 20 Jahre lang lebte sie mit einem Tumor im Gesicht. Alles begann mit einem kleinen Knötchen an der Lippe, das immer weiterwuchs, bis es eine riesige Grösse erreichte – grösser als ihr eigener Kopf!

Während all dieser Jahre hatte Charity keine Möglichkeit, sich operieren zu lassen, und wandte sich deshalb der traditionellen Medizin zu. Doch der Tumor reagierte nicht auf die pflanzlichen Heilmittel und wuchs weiter. Aus Angst vor den Blicken der Menschen schloss sie sich in ihrem Zimmer ein und überlebte mehr schlecht als recht mit diesem unerwünschten Teil ihres Körpers.

«Sie konnte nicht hinausgehen, sonst machten sich die Leute über sie lustig», erzählt ihr Mann.

Ihre Lage wurde kritisch, denn der Tumor drückte ihre Zunge in Richtung Rachen und drohte eine tödliche Erstickung zu verursachen.

Eine entscheidende Begegnung

«Früher bedeckte sie den Tumor mit einem Stück Stoff, weil sie nicht wollte, dass die Leute sie ansehen.» - Sylvester

Sylvester, ein engagierter Lehrer aus Ghana, hörte von Charity und schlug ihr vor, Mercy Ships zu kontaktieren – er hatte bereits andere Patientinnen und Patienten dorthin begleitet. Doch die Hindernisse waren gross: Die Africa Mercy lag im Hafen von Conakry, über 1’500 Kilometer entfernt.

Zunächst misstrauisch, entschied sich die Familie schliesslich, dem Spitalschiff eine Chance zu geben. Gemeinsam mit Sylvester machte sich Charity auf die beschwerliche Reise nach Guinea.

Und dort geschah das Wunder! Nach einer langen Operation brach Sylvester in Tränen aus, als er
Charitys Verwandlung sah.

«Früher bedeckte sie den Tumor mit einem Stück Stoff, weil sie nicht wollte, dass die Leute sie ansehen. Manche nannten sie sogar eine Hexe», erzählt er. «Ich bin wirklich dankbar, dass Mercy Ships ihr diese Operation ermöglichen konnte!»

Ein Neuanfang

Als die Nachricht das Dorf erreichte, bereitete sich die ganze Gemeinschaft auf eine festliche Begrüssung vor.

«Alle freuten sich für mich», sagt Charity. «Meine Kinder, mein Mann und meine ganze Familie sagten, dass Gott ein Wunder in meinem Leben getan hat!»

7 Jahre später

Heute, sieben Jahre nach der Operation, lebt Charity nicht mehr im Schatten. Sie nimmt aktiv am Gemeindeleben teil und engagiert sich mit ganzem Herzen in ihrer Kirche – ihre Art, Gott für das normale Leben zu danken, das sie zurückgewonnen hat.

Charity freut sich sehr darüber, dass Mercy Ships diesen Monat in Ghana eintrifft, und darüber, dass viele Patientinnen und Patienten, die wie sie jahrelang gewartet haben, endlich ebenfalls operiert werden können.

Dank unseren Spenderinnen und Spendern sowie unseren Freiwilligen strahlt Charitys Verwandlung noch heute hell und ist ein Zeugnis der Hoffnung und der Widerstandskraft für alle zukünftigen Patientinnen und Patienten, die an Bord kommen werden.

Mercy Ships bringt Hoffnung und Heilung. Helfen Sie jetzt und unterstützen Sie Menschen wie Charity – denn jede Spende zählt. Ob einmalig oder regelmässig: Jetzt spenden.

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