Spitalschiff Africa Mercy

Geschichte

Im Jahr 1999 wurde die ehemalige Eisenbahnfähre „Droning Ingrid“ durch Spenden der Balcraig Foundation, der Else Kröner Stiftung, und der Futura Stiftungerworben. Im April 2000 wurde das Schiff von Norma Major, der Frau des früheren englischen Premierministers John Major, in Africa Mercy umbenannt.

Der 30 Millionen Pfund Sterling teure Umbau wurde durch Spenden der Oak Foundation, der Balcraig Foundation und anderer Stiftungen, Sachspenden verschiedener Firmen und Einzelspenden finanziert. Der Umbau in der A & P-Werft im englischen Newcastle wurde im März 2007 abgeschlossen und war das bislang größte Projekt dieser Art in Großbritannien.

 

Einrichtungen und Ausstattung

Spital

Das Krankenhaus belegt den größten Teil des ehemaligen Fährdecks – rund 1.200 Quadratmeter. Es ist unterteilt in die vier Bereiche Material/Dienstleistungen, die fünf Operationsräume, der Intensivpflege sowie die allgemeine Station mit insgesamt 82 Betten. Die Kapazität ist ausgelegt auf bis zu 7.000 Operationen jährlich. Darunter Kataraktentfernungen/Einsatz von Linsen, Tumorentfernungen, Lippen- und Gaumenspaltenkorrekturen, orthopädische und gynäkologische Eingriffe. Das Krankenhaus verfügt über einen Computertomographen sowie Röntgengeräte, Labor und ein Nikon „Coolscope“, mit dem Ferndiagnosen erstellt werden können. Wenn nötig, werden Diagnosen über das bordeigene Satellitensystem an Ärzte in einem westlichen Land übermittelt.

 

Unterkunft

Die Afrika Mercy bietet soziale Treffpunkte, Arbeitsplätze und Kojen für eine durchschnittliche Besatzung von ca. 450 Personen aus 45 Nationen. Das 16.500 Tonnen schwere Schiff beherbergte seit Beginn des ersten Einsatzes über 3400 Crew-Mitglieder aus 72 Ländern. Die 474 Kojen sind aufgeteilt auf 26 Familienkabinen, 25 Zwei-Bett-Kabinen für Paare sowie Gemeinschafts- und Einzelkabinen für Einzelpersonen.

 

Sicherheit

Das Schiff ist ausgestattet mit einem automatischen Sprinklersystem im gesamten Unterkunftsund Hospitalbereich. Ein programmierbares Rauchmeldesystem zeigt den genauen Standort jeder möglichen Feuerquelle an. Der Maschinenraum ist durch modernste und hocheffektive Brandschutz- und Brandbekämpfungssysteme geschützt. Dazu gehören eine CO2 Gaslöschanlage sowie ein sogenanntes „Hi  Fog“-System. Wachleute besetzen die Gangway 24 Stunden am Tag mit Metalldetektoren und anderen Durchsuchungsgeräten. Unterstützt werden sie von einer Kameraüberwachungsanlage rund um das Schiff. Entscheidende Bereiche, wie die Brücke oder der Maschinenraum, bleiben zu jeder Zeit abgeschlossen.

 

TECHNISCHE ANGABEN DER AFRICA MERCY

Länge152 mBreite 23,7 m
Tonnage16.572Baujahr und Ort1980 Elsinore, Dänemark
HeimathafenMaltaKapazität474 Betten
Ladekapazität1.724 m3Motoren4 B&W Dieselmotoren (je 3120 kW)
Tiefgang 6.0 mZertifizierungBureau Veritas

Patientengeschichten

Vor 2 Jahren wurde William wegen Grauem Star blind. Nach einer Operation freute er sich: „Ich sehe meinen Sohn!“

Mehr Geschichten

„Ich gratuliere Mercy Ships von ganzem Herzen zu deren Bestrebungen, mit ihrer Entwicklungsarbeit nachhaltige Veränderungen in eine Welt voller Not zu bringen. Mercy Ships hat sich der Vision verpflichtet, mit Hoffnung und Heilung den Kontinent Afrika wieder aufleben zu lassen. [...] Ich bewundere die Vision und Mission von Mercy Ships und lade Sie ein, mit mir zusammen deren ehrenvolle Arbeit zu unterstützen und dazu beizutragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

Nelson Mandela – Südafrika