Mund- und Zahngesundheit

Zahn- und Munderkrankungen in Entwicklungsländern

 

In den Entwicklungsländern haben viele Menschen niemals das Privileg, einen Zahnarzt besuchen zu können. In großen Teilen Westafrikas ist zahnärztliche Versorgung so gut wie gar nicht vorhanden, und in vielen dieser Einsatzländer von Mercy Ships könnte sich die Mehrheit der Bevölkerung einen Zahnarztbesuch zudem nicht leisten. Ein Risikofaktor für Erkrankungen ist mangelnde Mundhygiene, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann.

 

Erkrankungen im Mundraum

Die häufigsten Erkrankungen des Mundraums sind Karies und Zahnfleischprobleme. In den Entwicklungsländern leiden tausende Menschen über Wochen, Monate oder manchmal sogar Jahre an Zahnschmerzen, weil es keine ausreichende zahnärztliche Versorgung gibt. Bestimmte Mundinfektionen, darunter auch einfach behandelbare Krankheiten, können tödlich enden, wenn sie nicht in einem angemessenen Zeitraum behandelt werden.

Die Häufigkeit von Karies nimmt in Entwicklungsländern zu. Grund dafür sind veränderte Lebensumstände der Bevölkerung, infolge von Urbanisierung und Anpassung an den westlichen Lebensstil.

Ältere Menschen haben in diesen Ländern oft nur noch wenige bis gar keine Zähne. Zwar sind besonders die Ärmsten der Armen für Zahnerkrankungen anfällig, doch bei älteren Menschen treten Zahnprobleme in allen sozialen Schichten auf. Mangelndes Wissen, eingeschränkter Zugang zu zahnhygienischer Betreuung und der Irrtum, dass ältere Menschen nicht von Gesundheitsaufklärung und präventiven Maßnahmen wie Fluoridbehandlungen profitieren könnten, führen dazu, dass den Betroffenen wichtige zahnmedizinische Versorgung vorenthalten wird.

 

Statistik (Quelle: WHO)

  • 60 bis 90 Prozent aller Schulkinder weltweit haben Karies.
  • 15 bis 20 Prozent der Menschen im mittleren Lebensalter leiden an schweren Zahnfleischproblemen, die zu Zahnausfall führen können.
  • 40 bis 50 Prozent der Menschen, die den HI-Virus tragen, leiden unter Pilz-, Bakterien- oder Virusinfektionen im Mundraum, die oft schon früh im Verlauf von HIV-Infektionen auftreten.
  • In den meisten Industrienationen rangieren die Behandlungskosten für Zahn- und Munderkrankungen an vierthöchster Stelle.
  • In Afrika kommen auf einen Zahnarzt durchschnittlich 150.000 Patienten, in den meisten Industrienationen sind es durchschnittlich 2000.

Mit Mund- und Zahnpflege-Programmen zu verbesserter Gesundheitsversorgung

 

Hoffnung und Heilung für die Betroffenen

Le but de Mercy Ships est de prévenir et de réduire les effets du manque de soins bucco-dentaires en offrant des traitements dentaires et une éducation à l’hygiène dentaire ainsi que des formations. Mercy Ships utilise ses navires-hôpitaux, soutenus par les cliniques dentaires, pour délivrer gratuitement des soins spécialisés aux plus démunis.

 

Zahnbehandlungen und Extraktionen

Mercy Ships verfügt über eine mobile Zahnklinik, in denen entzündete oder von Karies geschädigte Zähne kostenlos mit Zahnfüllungen und Zahnextraktionen behandelt werden.

 

Zahnhygiene-Schulungen

Schlechte Mundhygiene und unbehandelte Zahnfäule kann zu wesentlich schlimmeren Erkrankungen führen, wie beispielsweise Noma (Wundbrand). Die Dentalteams von Mercy Ships arbeiten daran, die Mund- und Zahnhygiene in Entwicklungsländern durch Schulungen zur Zahnhygiene zu verbessern und führen Fort- und Weiterbildungen für das einheimische Gesundheitspersonal durch.

Jeder einheimische Mitarbeiter erlernt Fähigkeiten und handwerkliche Kompetenzen, wie beispielsweise das Zuarbeiten im zahnärztlichen Bereich und die Sterilisation der Instrumente. Ziel ist es, die Wissensgrundlage im Bereich Mundhygiene im jeweiligen Land zu erweitern. Wann immer es möglich ist, arbeitet Mercy Ships mit einheimischen Zahnärzten zusammen und trägt damit zu einem Austausch der Expertise zwischen Zahnärzten aus verschiedenen Kulturen bei.

 

Bisher erbrachte Leistungen

Seit 1978 hat Mercy Ships über 353.000 Zahnbehandlungen an über 183.000 Patienten durchgeführt.