Medizinische Fort- und Weiterbildungen

Mercy Ships Trainingsprogramm Strategie

Mercy Ships entwickelt mit Partnern und Interessenvertretern Bauprojekte zur qualitativen Verbesserung verschiedener Fachbereiche in Krankenhäusern. Das Ziel ist es, technische Fertigkeiten und das Bildungskapital eines Krankenhauses zu verbessern, um so auch bessere Arbeitsbedingungen und eine qualitativ hochwertigere Pflege zu erreichen.

 

Anpassung an bestehende Pläne zur Gesundheitsentwicklung

Viele Länder und Entwicklungsorganisationen entwickeln eigene Strategien zur Verbesserung von Gesundheitssystemen. Mercy Ships strebt eine übereinstimmende Zusammenarbeit mit bestehenden Programmen und Aktivitäten an. Im Rahmen einer systematischen Entwicklung verfolgt Mercy Ships damit eine breitgefächerte Herangehensweise.

 

Strategische Krankenhausentwicklung

Im nationalen Kontext fokussiert sich Mercy Ships auf bestimmte im Einsatzland vorhandene medizinische Einrichtungen. Als Hospitalschiff, das als Vorbild eines westlichen Krankenhauses dient, ist die Africa Mercy bestens dazu ausgerüstet, die Kapazitäten lokaler Einrichtungen zu stärken. In Zusammenarbeit mit Regierungen und weiteren Partnern findet Mercy Ships die Krankenhäuser, die den dringendsten Bedarf haben und am stärksten von den Entwicklungsbemühungen profitieren. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl ist, dass die Einrichtungen zu den im Einsatzland bereits vorhandenen Programmen für das Gesundheitswesen passen. Dieser Fokus auf medizinische Einrichtungen, ermöglicht es dem Team, sich während des Einsatzes auf nachhaltige Programme zu konzentrieren und diese zu koordinieren.

 

Verändernde praktische Ausbildung

Ziel der medizinischen Mercy Ships Fort- und Weiterbildungen ist es, den Pflegestandard im chirurgischen Bereich in Partnerkrankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir praktische und relevante Fort- und Weiterbildungen entwickelt, die den Teilnehmern Wissen, Fertigkeiten und eine fürsorglich-professionelle Haltung vermitteln. Zu den Schulungen gehören Beobachtung, Lehreinheiten und professionelle Begleitung.

Während der strukturierten Beobachtungseinheiten bekommen einheimische Fachkräfte die Möglichkeit, die Krankenstation der Africa Mercy mit ihren hohen qualitativen Standards und ihrer patientenorientierten Pflege zu erleben. In den Lehreinheiten vermitteln wir Kenntnisse und Fähigkeiten zur Verbesserung von Pflegestandards und deren Umsetzung. Unsere Angebote zur professionellen Begleitung schaffen zusätzlich eine persönliche Beziehung und stärken das Vertrauen zwischen Projektleiter und Teilnehmern. Wenn möglich, bietet Mercy Ships eine Kombination aus Begleitung und Schulungen an (beispielweise für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen oder OP-Schwestern). So schaffen wir ein PUMP (Partnership Unit Mentoring Program). Diese Programme tragen zu einem höheren Grad an Zusammenarbeit, Kommunikation und Aufmerksamkeit bei. Auf diese Weise können wir Prozesse erfassen, die wiederum Pflegestandards und Patientensicherheit verbessern.

Medizinische Versorgung in Afrika qualitativ verbessern

Als internationale christliche Hilfsorganisation verfolgt Mercy Ships das Ziel, weltweit den Zugang zu medizinischer Versorgung zu verbessern und somit Menschen Hoffnung und Heilung zu bringen. Dazu betreibt Mercy Ships das größte private Hospitalschiff der Welt, die Africa Mercy.

In Zusammenarbeit mit den Gastgeberländern stärkt Mercy Ships das Gesundheitswesen vor Ort und versorgt gleichzeitig akute und schwerwiegende medizinische Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung.

Mercy Ships bietet Fort- und Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal (Chirurgen, Krankenschwestern, Anästhesisten und Gesundheitspfleger) sowie chirurgische Behandlungen an. Zusammen mit regionalen und internationalen Partnern bringt Mercy Ships umfassende Unterstützung in Entwicklungsländer, um jedem Menschen medizinische Versorgung zugänglich zu machen.

 

Lage und Nöte

Laut der Lancet Kommission für weltweite Chirurgie haben weltweit fünf Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherer und bezahlbarer chirurgischer Pflege und Anästhesie. Allein im Jahr 2010 starben 16,9 Millionen Menschen an behandelbaren Erkrankungen. In Ländern mit mittlerem bis niedrigem Einkommen, besonders auf dem Afrikanischen Kontinent, ist diese Mangelversorgung überdurchschnittlich stärker ausgeprägt als in den reicheren Ländern. In Afrika ist der als minimales Entwicklungsziel festgelegte Standard von durchschnittlich 23 Ärzten und 100 Krankenschwestern/Hebammen pro 100.000 Einwohner bisher nicht erreicht (Quelle: WHO).

Dennoch besteht das Ziel nicht nur darin, die Anzahl chirurgischer Behandlungen zu erhöhen, sondern auch eine verbesserte Qualität der Pflege ist entscheidend. Es ist notwendig, Fachpersonal im Hinblick auf patientenzentriertes Arbeiten zu schulen und einfache Techniken und Arbeitsabläufe zu etablieren. Auf diese Weise werden wir die gesetzten Ziele zur Verbesserung der chirurgischen Versorgung erreichen.