5 Milliarden Menschen

Laut einer Studie haben fünf Milliarden Menschen keinen geeigneten Zugang zu chirurgischer Versorgung. Mercy Ships arbeitet seit 1978 zusammen mit Regierungen und der Weltgesundheitsorganisation, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Ein Grossteil der Weltbevölkerung verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um ein Spital aufsuchen zu können oder ist zu weit davon entfernt. Darüber hinaus fehlt es in den Gesundheitszentren der ärmsten Länder der Welt oft an der notwendigen Ausrüstung sowie an Fachkenntnissen, um lebenswichtige Operationen durchzuführen.

Was ist erschreckender als ein schmutziges Wartezimmer und ein veralteter Operationssaal mit beschädigter und veralteter Ausrüstung? Ohne ausreichende Versorgung kann sich eine normalerweise leicht zu behandelnde Verletzung in einen lebensbedrohlichen Zustand entwickeln.

5 Milliarden

Menschen keinen geeigneten Zugang zu chirurgischer Versorgung.

40 millionen

unbehandelte chirurgische Fälle pro Jahr in Subsahara-Afrika.

85%

aller Kinder brauchen chirurgische Behandlung vor dem Alter von 15.

Kein Zugang zur Chirurgie – eine Armutsursache!

Zwei Drittel der Weltbevölkerung, etwa 5 Milliarden Menschen, haben keinen Zugang zu chirurgischen Eingriffen die ihr Leben retten könnten. Das ist die schreckliche Erkenntnis einer aktuellen Studie der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet.

Diese Studie, Global Surgery 2030, zeigt auf, dass in West- und Subsahara-Afrika 93% der Menschen keine chirurgische Behandlung erhalten können. Da gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation im Durchschnitt nur zwei Ärzte pro 10.000 Einwohner, gegen 32 in Europa. Die Lebenserwartung ist 52 Jahre, während es 74 in Europa ist.

Neben der grossen, menschlichen Tragödie hebt die Arbeitsgruppe „Lancet Commission on Global Surgery“ ebenfalls die schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen von unbehandelten chirurgischen Fällen hervor. Ohne die dringend benötigte Verbesserung der Gesundheitssysteme bis 2030 werden Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen wegen Mängel in der chirurgischen Versorgung Verluste von etwa $12.3 Milliarden erleiden. Dies wird das jährliche BIP-Wachstum um mehr als 2% reduzieren.

Entsprechend sollten Regierungen solcher Länder ein aktives Interesse haben, ihr Gesundheitssystem zu verbessern. Die Autoren der Studie ermutigen in diesem Sinne eine engere Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen: Ziel sollte sein, nicht nur den dringenden chirurgischen Bedürfnisse der Bevölkerung zu entsprechen, sondern dass die Länder so schnell wie möglich zu befähigen, eigenständig neue Ärzte, Chirurgen und sonstige medizinische Fachkräfte auszubilden.

 

Die Antwort von Mercy Ships

Die Spitalschiffe von Mercy Ships sind eine Antwort auf diese Herausforderung. Gesundheitsfachleute erbringen spezialisierte medizinische Behandlungen für die benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Afrika. Mit spezifischer Schulung und gezielten Renovations- und Infrastrukturprojekten wird zudem das Gesundheitssystem in den besuchten Ländern nachhaltig gefördert und weiterentwickelt.

Mercy Ships begibt sich ausschliesslich auf Einladung seiner Regierung in ein Land. Vor der Ankunft des Schiffes wird mit dem nationalem Ministerium für Gesundheit bestimmt, was die Bedürfnisse sind und in welchem Umfang wir in der Lage sind, das Gesundheitssystems zu unterstützen, zu stärken und zur dessen Verbesserung beizutragen.

Unser Ziel ist es, dass die Länder denen wir dienen eines Tages unsere Hilfe nicht mehr benötigen und selber wiederum Hoffnung und Heilung bringen können!

 

Unsere Programme

Chirurgische
Hilfe

  • Plastische wiederherstellende Chirurgie
    Geburtsfehler, Verbrennungen und Erkrankungen hinterlassen oft Missbildungen, die wir durch chirurgische Eingriffe korrigieren. Dazu gehören Kontrakturen aus Brandvernarbungen, gutartige Tumore, chronische Geschwüre, zusammengewachsene Finger und andere Krankheitsbilde.
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  • Palliativpflege
    Das Ziel der Palliativpflege ist es, die Lebensqualität von Betroffenen und deren Familien, die mit den Herausforderungen einer tödlich verlaufenden Krankheit konfrontiert sind, zu verbessern.
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  • Orthopädisches Programm
    Mercy Ships schult einheimische Ärzte in der Anwendung der Ponseti-Methode, einer allgemeinen Behandlungsmethode für die nicht-invasive Korrektur von Klumpfüssen. Darüber hinaus führen wir operative Massnahmen bei Patienten mit Problemen am Muskelskelett sowie bei orthopädischen Traumata oder Gelenkerkrankungen durch.
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  • Ophthalmologie
    Unsere Augenärzte führen bei Grauem Star Operationen durch und geben damit Blinden ihr Augenlicht wieder. Korrigiert werden auch Krankheitsbilder wie Pterygium (Gewebewucherungen der Bindehaut), Augenfehlstellungen (Schielen) und Missbildungen des Augenlides. Schmerzende, entstellende oder erblindete Augen werden nötigenfalls durch Prothesen ersetzt.
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  • Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
    Im Bereich korrigierende und wiederherstellende Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie beheben unsere Chirurgen Missbildungen, die durch körperliche Ursachen wie Tumore, Lippen,- Kiefer-, Gaumenspalten und Wundbrand (Noma) verursacht werden.
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  • Mund- und Zahngesundheit
    Mercy Ships verfügt über eine mobile Zahnklinik, in denen entzündete oder von Karies geschädigte Zähne kostenlos mit Zahnfüllungen und Zahnextraktionen behandelt werden.
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  • Gynäkologische Chirurgie
    Mercy Ships leistet medizinische Versorgung für Frauen, die während eines Geburtsvorgangs Verletzungen im Genitalbereich erlitten haben. Wir wenden eine hochspezialisierte Operationsmethode an und begleiten den Genesungsprozess.
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  • Allgemeinchirurgie
    Ziel dieser Fachrichtung ist es, die Auswirkungen unbehandelter physischer Traumata, Krankheiten und angeborener körperlicher Missbildungen zu verringern. Unsere Chirurgen führen allgemeine chirurgische Operationen durch, beispielsweise Behandlung von Leistenbrüchen und Kropferkrankungen.
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Ausbildung und
Renovierungen

  • Medizinische Fort- und Weiterbildungen
    Mercy Ships bietet Fort- und Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal (Chirurgen, Krankenschwestern, Anästhesisten und Gesundheitspfleger) sowie chirurgische Behandlungen an.
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  • Landwirtschaftliche Ausbildung
    Menschen brauchen mehr als nur Gesundheitsversorgung, sie brauchen Nahrung und Zugang zu sauberem Trinkwasser und gesundem Essen. Um für diese elementaren Bedürfnisse der Bevölkerung in Afrika Sorge zu tragen, führt Mercy Ships seit 1997 „Food for Life“ Programme durch.
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  • Infrastrukturprojekte
    Krankenhäusern in Entwicklungsländern mangelt es oft an der nötigen Ausstattung. Hier haben jahrelange Kriege zerstörte Gebäude hinterlassen; da werden alternde Infrastrukturen dem ansteigenden medizinischen Bedarf nicht mehr gerecht. Mercy Ships arbeitet mit lokalen Behörden und Ärtzte um ärztliche Infrastruktur zu sanieren, und dieserweise das Gesundheitssystem zu verbessern.
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